Diskussionsseiten und Frage-Antwort-Seiten können jetzt Google mitteilen, ob ihre Inhalte von einer künstlichen Intelligenz erzeugt wurden, die Kommentare genau zählen und die geteilten Inhalte in Diskussionstiteln besser beschreiben.

Höhepunkte:

  • Die neue digitalSourceType-Eigenschaft ermöglicht es, anzugeben, ob ein Inhalt von einer künstlichen Intelligenz oder einem automatischen System erzeugt wurde.
  • Die commentCount-Eigenschaft hilft Google, das tatsächliche Antwortvolumen zu verstehen, auch wenn nicht alle Kommentare markiert sind.
  • Die Unterstützung für sharedContent wird erweitert, um Links, Bilder, Videos und Zitate, die in einem Titel geteilt werden, besser zu beschreiben.
  • Diese Funktionen sind empfohlen, aber nicht verpflichtend: Bestehende Anwendungen wurden nicht beeinträchtigt.

Google hat am 24. März 2026 seine Dokumentation zu strukturierten Daten für Forumseiten (DiscussionForumPosting) und Frage-Antwort-Seiten (QAPage) aktualisiert. Ziel ist es, den Verlegern feinere Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, um die Fehler bei der Fehlinterpretation von Diskussionstiteln zu reduzieren, indem die Natur und Struktur der Inhalte beschrieben wird.

Mit digitalSourceType die Quelle des Inhalts angeben

Dies ist die wichtigste Neuerung dieses Updates. Die digitalSourceType-Eigenschaft ermöglicht es Websites, anzugeben, wie ein Inhalt erzeugt wurde, und basiert auf den bereits von Google für Bilder verwendeten IPTC-Enumerationswerten. Es gibt zwei unterstützte Werte:

  • TrainedAlgorithmicMediaDigitalSource für Inhalte, die von einem Modell erzeugt wurden, z.B. einem LLM.
  • AlgorithmicMediaDigitalSource für Inhalte, die von einem einfacheren automatischen System, z.B. einem automatischen Antwortbot, stammen.

Diese Eigenschaft wird auf die Typen DiscussionForumPosting, Comment, Question und Answer angewendet. Sie ist empfohlen, aber nicht verpflichtend. Wenn sie nicht vorhanden ist, geht Google standardmäßig davon aus, dass der Inhalt von einer menschlichen Quelle stammt. Google hat noch keine Erklärung dazu abgegeben, wie diese Information in Ranking- oder Anzeige-Systemen verwendet wird, definiert jedoch in den Dokumenten, dass es eine Möglichkeit ist, die Quelle des Inhalts anzugeben.

Mit commentCount Antworten besser zählen

Google integriert jetzt die commentCount-Eigenschaft in beide Arten der Markierung. Dies ermöglicht es, die Gesamtzahl der Kommentare, die mit einem Beitrag oder einer Antwort verbunden sind, einschließlich derjenigen, die im Code nicht ausdrücklich markiert sind, z.B. paginierte oder abgeschnittene, anzugeben.

Für Frage-Antwort-Seiten führt Google parallel eine Konsistenzregel ein: Die Summe von answerCount + commentCount muss der Gesamtzahl der Antworten aller Arten entsprechen. Dies gibt Google einen genaueren Einblick in die tatsächliche Aktivität eines Titels, auch wenn ein Teil der Inhalte möglicherweise nicht direkt in der Markierung zugänglich ist.

Erweiterung der Unterstützung für sharedContent für Foren

sharedContent-Eigenschaft akzeptiert jetzt vier klare Untertypen, um das Hauptobjekt, das in einem Forum-Beitrag geteilt wird, zu beschreiben:

  • WebPage für Linkfreigaben.
  • ImageObject für Beiträge, deren Hauptinhalt ein Bild ist.
  • VideoObject für Beiträge, deren Hauptinhalt ein Video ist.
  • DiscussionForumPosting oder Comment für Inhaltszitate oder -wiederveröffentlichungen.

Die letzten beiden Typen sind neu. Das Dokument bietet ein Codebeispiel dafür, wie man einen Zitatkommentar mit URL, Autor, Datum und Text markiert. Google weist außerdem darauf hin, dass die Vorschau-Bilder von Links im sharedContent im WebPage-Feld platziert werden sollten, nicht im image-Feld des Beitrags.

Eine Anmerkung zu Robotern-Tags außerhalb von head

Zusätzlich zu diesen Entwicklungen im Bereich der strukturierten Daten hat Google auch seine Dokumentation zu Meta-Roboter-Tags aktualisiert. Es ist jetzt offiziell dokumentiert, dass Google Suche die Meta-Roboter-Tags berücksichtigt, die im -Teil eines HTML-Dokuments enthalten sind, nicht nur im -Teil. Google stellt fest, dass dieses Verhalten bereits vorhanden ist, aber in den Dokumenten nie formalisiert wurde.