Das Unternehmen aus Mountain View hat den Integrationsleitfaden für das Universelle Handelsprotokoll (UCP) veröffentlicht. Dieser neue offene Standard ermöglicht es Verkäufern, in den KI-Suchergebnissen und in Gemini direkt eine Kauf-Button anzubieten. Dies ist eine wichtige Entwicklung, die das Online-Shopping-Erlebnis neu definieren wird.

Highlights:

  • UCP ist ein offener Standard, der es ermöglicht, einen Kauf abzuschließen, ohne Google Suche (IA-Modus) oder Gemini zu verlassen.
  • Verkäufer müssen eine technische Integration abschließen, ein Interessensformular ausfüllen und auf Genehmigung warten.
  • Die Verteilung erfolgt derzeit nur in den USA und schrittweise.
  • Die ersten Verkäufer, die das Protokoll übernehmen, können sich einen Vorteil gegenüber ihren Mitbewerbern verschaffen.

Integrierter Zahlungsprozess in der IA-Suche

Bisher musste ein Nutzer, der ein Produkt bei Google suchte, auf einen Link klicken, auf die Website eines Verkäufers geleitet werden und dann den Kauf abschließen. Mit dem Universellen Handelsprotokoll ändert sich diese Struktur grundlegend. Googles Ziel ist es, Transaktionen direkt im Suchoberfläche zu ermöglichen, ohne die IA-Erfahrung zu verlassen.

Konkreter gesagt können geeignete Verkäufer in den Produktseiten von Google Suche im IA-Modus und in Gemini einen Zahlungsbutton anzeigen. Das Protokoll ermöglicht dies nahtlos, indem es Produktdaten, Benutzeridentität und Zahlungsflüsse miteinander verbindet.

Wie der Integrationsprozess für Verkäufer funktioniert

Google hat den Integrationsprozess in drei separate Phasen unterteilt.

  1. Die erste Phase ist technisch: Der Verkäufer muss das UCP gemäß dem offiziellen Entwicklerleitfaden implementieren. Diese Phase ist vor den anderen Schritten zwingend erforderlich.
  2. Die zweite Phase ist der Bewerbungsprozess: Der Verkäufer reicht ein Interessensformular ein. Google wählt die Teilnehmer schrittweise aus und sendet eine Benachrichtigung, wenn der Zugang gewährt wird.
  3. Nach der Annahme hat der Verkäufer Zugriff auf eine Onboarding-Umgebung im Google Merchant Center. Dieser Bereich enthält eine Sandbox, um die Integration zu testen, das UCP-Profil zu validieren, die Identitätszuordnung und lokale Zahlungs-APIs zu überprüfen. Das Merchant Center informiert auch darüber, ob Maßnahmen zu Flusseigenschaften, Rückgabebedingungen oder Kontoeinstellungen erforderlich sind.

Verkäufer, die über eine Drittanbieter-Plattform oder einen Dienstleister Transaktionen durchführen, wird geraten, sich direkt mit diesen in Verbindung zu setzen, um den Integrationszeitplan für das Protokoll zu erfahren.

Änderungen für Werbetreibende und E-Commerce-Verkäufer

Die Verschiebung des Konversionspunktes ist das greifbarste Ergebnis dieser Evolution. Wenn Nutzer bei Google kaufen, sollten die gewohnten Metriken, wie die Konversionsrate oder Sitzungen auf der Website, überdacht werden, ohne die Website des Verkäufers zu besuchen. Auch die Attribution und die Optimierung der Werbeleistung werden betroffen sein.

Google übt offensichtlich Druck aus, um die Nutzer in seinem Ökosystem zu halten; das war eine Phase, die zuvor verpasst wurde. Für Verkäufer bedeutet dies, dass die Datenqualität und Integrität im Merchant Center strategischer geworden ist: Produktseiten, Markenressourcen, Rückgabebedingungen, alles muss aktuell und vollständig sein.

Derzeit begrenzte Verteilung, aber im Auge zu behalten

Die Verteilung ist derzeit nur auf die USA beschränkt und erfolgt schrittweise. In den kommenden Monaten sollte im Merchant Center eine spezielle Registerkarte für die UCP-Integration erscheinen. Französische Verkäufer müssen Geduld haben, aber sie können sich vorbereiten, indem sie die technischen Anforderungen vorwegnehmen und die Robustheit der Produktdaten überprüfen.